Chronik

DBR - als ARGE gestartet, heute als Unternehmen am Markt etabliert

In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre belebte sich die Straßenbaunachfrage nach einer vorherigen Rezession. Zu jener Zeit war aus den Abfallwirtschaftskonzepten der Städte zu erkennen, dass sich die verfügbaren Deponievolumina verknappen und entsprechend verteuern würden. Die Dortmunder Firmen Höhler, Stricker und die damalige Niederlassung der Teerbau (heute Eurovia) erarbeiteten aus diesen Randbedingungen den Plan für ein möglichst umfassendes Recycling von Mineralstoffen. Aus einer ARGE heraus gründeten sie 1988 ein Unternehmen, die DBR Dortmunder Baustoffrecycling GmbH.

Die Wiederaufbereitung von im Bau üblicherweise anfallenden Gesteinsstoffen war seinerzeit von der Technik her schon gelöst. Die Firmen hatten an der Weidenstraße im Dortmunder Hafengebiet für diese Aufgabe einen Betrieb, in dem sie mit einer Brech- und Klassieranlage Unterbaustoffe für den Straßen- und Tiefbau herstellten, eingerichtet.

Allerdings war die Wiederverwendung von mit Steinen vermischten bindigen Ausschachtungsböden noch nicht gegeben. In Abstimmung mit der "Planungsgruppe für den Bau der Deponie Dortmund-Nordost", die später mit in die Entsorgung Dortmund GmbH (EDG) aufging, und mit einem Entwicklungsauftrag des Wirtschaftsministeriums versehen, erarbeiteten die Firmen in den Jahren 1989 bis 1992 ein Konzept für die Wiederverwendung auch dieser bisher ungenutzten Stoffe. DBR errichtete auf eigenes Risiko eine Anlage, die die gröberen Beimengungen aus den Böden aussortierte und dem Gesteinsrecycling zuführte. Die feinkörnigen, bindigen Stoffe wurden in einem Mischwerk mit Zuschlagstoffen und Wasser zu einem tonähnlichen homogenen Stoff aufbereitet, der für die Abdichtung von Deponien geeignet war. EDG erlaubte 1992 den Bau eines Probefeldes auf der Altdeponie Dortmund-Grevel. Daran wurden umfangreiche Messungen und Untersuchungen vorgenommen. Das Ziel, die bisher als Abfall behandelten Mischböden anstelle von natürlichem Ton im Deponiebau einzusetzen, war erreicht. Daraufhin erhielt DBR den Auftrag für die Oberflächenabdichtung der Altdeponie Grevel.

Die Betriebspläne von EDG und die nun offenbaren technischen Möglichkeiten von DBR trafen sich in der Gründung eines gemeinsamen Unternehmens, der Dortmunder Mineralstoffverwertungsgesellschaft (DOMIG). Ein ehemaliges Hoesch-Gelände mit ca. 150.000 m² Fläche an der Huckarder Straße in Dortmund wurde seitens EDG erworben. Dort wird unter anderem seit 1994 das angestrebte umfassende Recycling von mineralischen Altbaustoffen betrieben. Im Jahre 2001 wurde auch die Umsetzung der Bodenaufbereitungsanlage von der Deponie Dortmund-Grevel an diesen Standort realisiert. DOMIG erstellte bis heute in Zusammenarbeit mit DBR tonähnliche Ersatzbaustoffe für mehr als 850.000 m² Oberflächenabdichtung auf Deponien in und um Dortmund.

DBR